pour toi

Sonntag, den 08.01.2017

 

Verschiedenfarbige Häuser säumen die Einbahnstraße. Sommer und Herbst tanzen in einem ersten Wirbelwind mit faulen Blättern. Fahrräder klingeln eilig. Ob es gerade kälter wird? Versuche die 216 Schritte zu deinem Haus aufzubrauchen, keinen mehr zu nehmen, vielleicht ein Paar weniger, weil die Eile in mir ihr Unwesen treibt.  – Einmal saßt du auf deiner Fensterbank, so dass deine Füße auf die Straße baumelten, die Kippe ganz lässig am Mund. Ich war sauer, wegen deinem Leichtsinn. – Gerade jetzt würde ich mir wünschen, dich wieder so zu erspähen, wie du nach mir Ausschau hältst, angetrieben von der Sehnsucht, Vorfreude, Begierde. Dein Klingelschild finde ich blind. Weiß dass 27 Sekunden zu kurz sind bis das dumpfe Surren mir den Weg mit den kalten Treppen eröffnet. Hetzte mich nach Oben, die blaue Tür geht leise auf. Kein Licht leuchtet, es ist so widersprüchlich. Damals war alles grau und schmerzverzerrt. Sehe deine dunklen Augen fraglos, falle um deinen Hals, atme aus: „Geh nicht.“

 

*x

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